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	<title>Neue Sachlichkeit &#8211; NeoArtBase</title>
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	<description>Kunst neu entdecken</description>
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		<title>Blick in die Morgensonne. Einsamkeit des modernen Menschen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Basel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 May 2021 06:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Hopper]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Sachlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun, wir glauben wirklich, dass niemand die Einsamkeit des modernen Menschen so dargestellt hat wie er es tat.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, wir glauben wirklich, dass niemand die Einsamkeit des modernen Menschen so dargestellt hat wie er es tat. Außerdem sind seine Bilder so filmisch und vielleicht fühlen wir uns ihnen deshalb so verbunden. In &#8222;Morgensonne&#8220; blickt die Frau, die Hopper seiner Ehefrau Jo nachempfunden hat, teilnahmslos und scheinbar in Gedanken versunken in Richtung der Sonne. Die kahle Wand und die Höhe des Raumes über der Straße suggerieren ebenfalls Trostlosigkeit und Einsamkeit im unpersönlichen Stadtleben.</p>
<h2>Jo, eine Malerin und Schauspielerin</h2>
<p>Ein Großteil von Edwards Hoppers frühem Erfolg kann Jo zugeschrieben werden, die auch seine Managerin war. Als das Paar 1924 heiratete, waren beide über 40 Jahre alt. Jo, eine Malerin und Schauspielerin, war die etabliertere der Beiden. 1923 wurde sie eingeladen, an einer Gruppenausstellung amerikanischer und europäischer Künstler im Brooklyn Museum teilzunehmen, und sie ermutigte die Kuratoren, auch die Arbeiten ihres Mannes einzubeziehen. Diese Ausstellung führte zum ersten Museumsankauf seiner Werke.</p>
<p>Jo war von 1923 bis zu Edwards Hoppers Tod 1967 sein einziges weibliches Modell, obwohl er seine Gemälde nie als Porträts von ihr betrachtete, sondern sie als Stellvertreterin für &#8222;jede Frau&#8220; sah. Zum Zeitpunkt des Gemäldes Morgensonne war Jo 69 Jahre alt, dennoch wird sie hier in einer eher idealisierten, jugendlichen Darstellung wiedergegeben.</p>
<p>Zeitlebens trug Edward Hopper einen Zettel in seiner Jackentasche, auf dem er ein Zitat aus einem Brief Goethes geschrieben hatte. Hopper hatte in der Schule Deutsch gelernt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Sieh Lieber, was doch alles Schreibens Anfang und Ende ist, die Reproduktion der Welt um mich, durch die innere Welt, die alles packt, verbindet, neu schafft, knetet und in eigner Form, Manier, wieder hinstellt, das bleibt ewig Geheimnis, Gott sei Dank, das auch ich nicht offenbaren will den Gaffern und Schwätzern.“ Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief an Friedrich Heinrich Jacobi, 21. August 1774.</p></blockquote>
<p>Edward Hopper (1882–1967) zählt zu den bekanntesten US-amerikanischen Malern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wird im Kontext von <a href="https://www.neoartbase.de/neue-sachlichkeit-eine-definition/" target="_blank" rel="noopener"><u>Neue Sachlichkeit</u></a>, Amerikanischem Realismus und Impressionismus diskutiert. Über die Ungegenständliche Kunst äußerte er sich kritisch. Häufig werden seine Werke als dezidiert amerikanisch interpretiert. In ihnen bevölkern wenige, isolierte und melancholische Figuren schlaglichtartig beleuchtete Tankstellen, Motelzimmer, Büros und Lokale. Hopper führte seine Ölgemälde und Aquarelle äußerst sorgfältig aus und verlieh ihnen – bewusst oder unbewusst – eine zeitlose Qualität, die als Aussage über die conditio humana gewertet werden kann.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/FniRLJmi3D4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Weiterführende Informationen zu Edward Hopper</h2>
<h2><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/lob-der-einsamkeit-wir-sind-jetzt-alle-ein-bild-von-edward.1005.de.html?dram:article_id=473447" target="_blank" rel="noopener"><u>Lob der Einsamkeit. Wir sind jetzt alle ein Bild von Edward Hopper.</u></a> Deutschlandfunk</h2>
<p><a href="https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/edward-hopper-neuer-skizzenband-seine-bilder-machten-die-depression-zur-mode-li.94086" target="_blank" rel="noopener">Edward Hopper: Seine Bilder machten die Depression zur Mode.</a> Berliner Zeitung.</p>
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		<title>Neue Sachlichkeit. Eine Definition</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Basel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 May 2021 06:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Sachlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Neue Sachlichkeit formierte sich als Gegenbewegung zur abstrakten, ausdrucksbetonten Malerei des Kubismus, Futurismus und Expressionismus. Die Wiedergabe&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neue Sachlichkeit formierte sich als Gegenbewegung zur abstrakten, ausdrucksbetonten Malerei des Kubismus, Futurismus und Expressionismus. Die Wiedergabe der Wirklichkeit wird wieder wichtig. </p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/70G8MXDbO8g" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>kritische satirische Bilder über die Gesellschaft</h2>
<p>Es entstehen kritische satirische Bilder über die Gesellschaft der Zwanziger Jahre, Karikaturen und Stilleben, welche trotz distanziert scharfer Konturierung und emotionsferner Abbildung der Realität eine engangierte Perspektivik des Künstlers erkennen lässt. Diese besondere Perspektive äußert sich in der unbestechlichen Blickschärfe, die die Mehrschichtigkeit der Wirklichkeit hinter ihrer Oberflächenfassade freilegt und die Widersprüchlichkeit zwischen unberührter Natur und morbider Großstadtbürgerlichkeit bildlich greifbar macht.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/sagbHQNHvS8" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Zum Teil hyperrealistischen Darstellung</h2>
<p>Die alltagsnahen Großstadtszenen spiegeln die Angst, die Leere und die Verlassenheit des Menschen inmitten von Industrielandschaften und Häusermeeren wieder. Trotz der zum Teil hyperrealistischen Darstellung kann man in den Bildern der Veristen eine reduzierte Figürlichkeit und einen straff durchorganisierten Bildorganismus erkennen, der die dargestellten Menschen partiell wie Maschinenfiguren erscheinen lässt. Durch diese klare Bildstruktur soll die kalte Gesichtslosigkeit einer Umwelt deutlich werden, die Menschen und Maschinen gleichstellt.</p>
<p>Titelbild: Max Beckmann. Vor dem Maskenball.</p>
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